Sonntag, 31. August 2008

Flaschengrün





die Hände graben sich tief in den Sand, während sich meine Gedanken hinter Wind und Niesel verstecken. Auf meinen Lippen liegt getrockneter Schlick und die Füße sind zerschnitten und scharfe Muschelstückchen schauen daraus hervor. Alles atmet. Ich drehe den Kopf zu ihm und beobachte wie sich der Wind in seinen Gedanken verfängt und höre leises Klirren wie von grünen und durchsichtigen Flaschengrün.

Donnerstag, 21. August 2008

Sonntag, 17. August 2008

..im traum


der zug machte gerade einen bogen als sie das weite land sah. sie hielt sich mit den fingern an den kalten beschlägen des heruntergezogenen fensters fest. ihre nase schaute nur ein paar zentimter nach daußen und ihre pupillen weiteten sich.
die farbengewalt prasselte auf sie ein. da war ein graublau gemischt mit sonnenblau das wieder in ein stählernes blau einging. der himmel wirkte wie auf einer leinwand und der künstler konnte sich nicht entscheiden für welche farbnuance er sich nun eigentlich entscheiden möge. das land darunter war in weiten ebenen sichtbar. nicht flach, und doch, auch, aber hügelig ebenso. sie sah weite strände in zartem weiß, vermischt mit einem blassen grün. daneben sah sie wieder das blau, das sich aber doch vom himmel unterschied, dunkler war es, wilder und viel tiefer.
der zug zog an dieser landschaft vorbei und sie versuchte dieses bild festzuhalten.


Sonntag, 10. August 2008

Regen und Logenplätze


Das Licht wirft sich in grauen Schattierungen vom Himmel. Es klatscht auf dem grauen Asphalt der Straße, die ich schon seit meiner Kindheit kenne. Radfahrer, Katzen, umherhüpfende Spatzen, Krähen und zerbrochene Flaschen nutzten diesen Untergrund schon oft als Bühne. Und ich, der Betrachter, der manchmal verschämt, manchmal verschlafen oder sehnsuchtsvoll aus dem Fenster schaute, hatte hier meinen exquisiten Logenplatz.