Sonntag, 29. Juni 2008
die geschichte von herrn holm

der herr holm war ein sehr trauriger mann. ich lernte ihn kennen, als er sich selbst auf eine geburtstagfeier einlud. herr holm versuchte sofort jegliche aufmerksamkeit auf sich zu lenken, indem er, ungelenkig wie er war, die gastherrin mit beleidigungen und bestätigungen überhäufte. ein einfaches "herzlichen glückwunsch" hätte gereicht, doch herr holm muss immer noch eins draufsetzen, er will eben überzeugen und sich von der stupiden masse, die seiner meinung nach diese geburtstagsfeier beherbergte, ganz einfach abheben. herr holm suchte sich den besten platz und das war jener, genau gegenüber von mir. herr holm lehnte sich nach vorne und schaute mir direkt unverblümt in den ausschnitt und zog eine augenbraue hoch. er grinste und meinte anerkennend: nicht schlecht. so war der herr holm, unverblümt und direkt.
*
herr holm hatte schütteres haar. seine lippen waren wulstiger natur und seine augen wirkten wie kugeln, die unruhig in einem see aus trübnis lagen. er hatte ein ganz besonderes talent, nämlich jeden, wirklich jeden sofort verstummen zu lassen. herr holm hatte nämlich viel zu sagen. man hatte das gefühl, das seinem genialen geiste immer wieder pointen einfielen um seine mitmenschen zu erfreuen. herr holm war ein zauberer, ja, ein künstler ganz eigener art der auf jede frage eine ganz eigene geschichte fand, womit er prahlen und jonglieren konnte.
nach einer halben stunde nun saßen wir allein. die gäste hatten, unter fadenscheinigen angaben, nacheinander die party verlassen, selbst die gastgeberin hatte plötzlich wichtige dinge zu tun, die an einem samstag nicht verschoben werden durften. und so fand ich mich allein, gegenüber von herrn holm der mir nun folgendes berichtete...
fortsetzung folgt...
Freitag, 27. Juni 2008
Dienstag, 24. Juni 2008
Sonntag, 22. Juni 2008
~

Ein Meer aus Asphalt und gesprochenen Worten. Es schwappt über die Füße als würde es dich locken. Das Tape läuft. Und während um mich herum alles ruhig ist und das Schwarz des Himmels in das Meer kippt, durchfahren mich Gespinste einer alten Erinnerung. Haltet nicht fest an Erinnerungen heißt es. Doch ist die Erinnerung ein Anker im tobenden Meer. Ich sehe die Schneise direkt vor mir. xxxxxxx
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Mittwoch, 18. Juni 2008
vorsehen

vorsehen. schlafen. bis die sonntage und das meer wiederkommen. das meer. ist es gegangen frage ich mich. und ich sage nein. auch nicht vergessen. der wind weht in die andere richtung. ich stand in alexandria. das meer lagungenblau. die mauern glänzend weiß. es riecht nicht nach sand und nicht nach algen sagten die menschen. es ist der wind, sagte ich. er weht in die andere richtung. ihre gesichter waren verständnislos. "kommt das meer denn wieder?" fragten sie. und ich erwiderte. es ist vor euch.
Dienstag, 17. Juni 2008
Sonntag, 15. Juni 2008
~

Der Regen fällt stoßweise, als wäre er ein Tier das zu Atem kommen muss. Ich lausche einem Motorengeräusch, das sich in der Ferne mit dem Regen vermischt. Der Donner ist nun genau über uns und jedes Geräusch wird intensiver, schlagender und greift nach mir. Ich will mir die Ohren zuhalten doch irgendetwas hält mich davon ab. Die Blitze zucken vom Himmel der sich grau über uns türmt. Die Motoren kommen nun näher.
Ich schaue staunend dem tosenden Lärm zu. Es ist ein Regen der Striemen hinterlässt sobald man sich ihm aussetzt. Er bohrt sich in die Seele und schwemmt alles hinaus das sich in den unbeschwerten Sommertagen auf einem niederließ. Ich suche keinen Schutz sondern breite die Arme aus und denke --- nichts.
Ich schaue staunend dem tosenden Lärm zu. Es ist ein Regen der Striemen hinterlässt sobald man sich ihm aussetzt. Er bohrt sich in die Seele und schwemmt alles hinaus das sich in den unbeschwerten Sommertagen auf einem niederließ. Ich suche keinen Schutz sondern breite die Arme aus und denke --- nichts.
Freitag, 13. Juni 2008
Donnerstag, 12. Juni 2008
Gefühls-Sonntag
Sonntag, 8. Juni 2008
schilfgedanken

der milan schreit und mir ist, als hätt ich von verbotenen früchten gekostet. was wird die böse fee dazu sagen, wenn sie die ehemals volle schüssel nun leer entdeckt? ich zucke die schultern und mache es mir unter einem schattigen plätzchen gemütlich. ich lecke mir noch einmal über den mund, um mich an diese süße zuckrigkeit zu erinnern. ich schiebe die unheilvollen gedanken beseite, denn sie haben keinen platz an einem sonntag am meer.
die gedanken werden nun zu schilf, sanft raunen sie mit dem wind um die wette. sie flüstern von vergangenen abenteuern und scheinen mich hinaus zu ziehen, weit auf das meer....
Sonntag, 1. Juni 2008
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